Im Rahmen einer Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924-1933“ referiert am Dienstag, dem 10. November 2026, 17:00 Uhr, Jürgen Engel zu dem Magdeburger Reichsbannerführer Ernst Wille.
Nach ihrer Machtübernahme nahmen die Nationalsozialisten Erst Wille, der 1924 zu den Mitbegründern des Reichsbanners gehörte und 1932 ein Attentat auf Hitler bei einem Wahlkampfauftritt in Magdeburg vorbereitet hatte, mehrfach in Schutzhaft. Im März 1944 überstellte ihn die Gestapo ins KZ Neuengamme, wo Wille infolge der Haftbedingungen nach nur zwei Monaten ums Leben kam. Referent Jürgen Engel, pensionierter Polizeibeamter aus Magdeburg, hat seit Jahren intensiv zur Geschichte des Reichsbanners in Magdeburg und zur Person des Reichsbanner-Gauführers Ernst Wille geforscht. Sein Anliegen ist es, den Platz von Ernst Wille als engagiertem Verteidiger der Republik in der regionalen Demokratiegeschichte genauer zu bestimmen. Hierzu diskutieren mit Jürgen Engel in dem auf den Vortrag folgenden Podiumsgespräch der Historiker Dr. Maik Hattenhorst (Stadtbibliothek Magdeburg) und Gedenkstättenleiter Dr. Daniel Bohse.
Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg in Kooperation mit dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold – Bund aktiver Demokraten e.V.
Der Eintritt ist frei.
