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Willkommen auf der offiziellen Internetseite der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg

Der 1873 bis 1876 als Amtsgericht und Stadtgefängnis errichtete Gebäudekomplex am Moritzplatz in Magdeburg-Neustadt diente von 1945 bis 1989 allen mit der politisch motivierten Verfolgung befassten ostdeutschen Strafverfolgungsorganen als Untersuchungshaftanstalt: zunächst der Justiz, ab 1952 der Deutschen Volkspolizei und ab 1958 dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Die 1990 gegründete Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg erinnert an die mehr als 10.000 an diesem Ort in den Jahren 1945 bis 1989 inhaftierten Opfer politischer Verfolgung. Zur Wahrung eines würdigen Gedenkens werden die Besucherinnen und Besucher aufgefordert, sich angemessen zu verhalten.

 

 

"Sonderausstellung im Veranstaltungssaal der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg"

Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg: Sonderausstellung „Magdeburg, 17. Juni 1953“

Aus Anlass des 67. Jahrestags des mithilfe sowjetischer Panzer niedergeschlagenen Volksaufstands in der DDR vom Juni 1953 zeigt die Gedenkstätte...

Titelbild des Rundbriefs 1/2020

Rundbrief 1/2020 der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt ist online erschienen

Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt gibt zwei Mal jährlich den Rundbrief "Erinnern! Aufgabe, Chance, Erinnerung" heraus, der sich...

Aktuelles

Vorübergehende Schließung vom 1. bis 3. Juli 2020

Aus innerbetrieblichen Gründen sehen wir uns gezwungen, die Gedenkstätte vom 1. bis zum 3. Juli 2020 für den Besucherverkehr zu schließen. Wir bitten um Verständnis. Wir würden freuen, Sie ab Sonntag, dem 5. Juli 2020, wieder bei uns begrüßen zu können!

 

Besonderheiten während der Corona-​Krise

Seit dem 26. Mai können haben wir wieder geöffnet, seit dem 15. Juni können bieten wir auch wieder Führungen für Gruppen an. Im Rahmen eines Besuchs können die Dauerausstellung, der Zellentrakt und das Außengelände besichtigt werden. Die Besichtigung des Besucherkellers und hierüber auch der Fahrzeugschleuse ist aufgrund der Enge der Räume nur im Rahmen von Führungen möglich.
Zum Schutz unserer Gäste wird der Besuch nur eingeschränkt möglich sein:
- Maximal 35 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig im Gedenkstättengebäude aufhalten.
- Die Abstands-​ und Hygieneregeln sind natürlich einzuhalten.
- Zudem müssen wir die Kontaktdaten unserer Besucherinnen und Besucher zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten erfassen.
Während Ihres Besuches in der Gedenkstätte empfehlen wir Ihnen das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Abdeckung, für Teilnehmer von Führungen ist dieses aufgrund der geltenden gesetzlichen Bestimmungen verpflichtend. Wir freuen und auf Ihren Besuch!

 

Aufbruch 1989 - 30 Jahre Friedliche Revolution in Magdeburg
Veranstaltungsprogramm für Magdeburg zum Jubiläum

Unter Angebote finden Sie auf unserer Internetpräsentation das aktuelle Programm für Magdeburg zum Thema 30 Jahre Friedliche Revolution in Magdeburg, nicht nur verschiedene Veranstaltungen und Sonderausstellungen der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg sondern auch anderer Kultur- und Bildungseinrichtungen, Initiativen und sonstiger Partner.

Nachruf auf Melanie Kollatzsch (1927-2019)

Im Alter von 92 Jahren verstarb am 26. Dezember 2019 Melanie Kollatzsch, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg über mehr als zwei Jahrzehnte als eine an der Gedenkstätte sehr interessierte und in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen engagierte Zeitzeugin schätzen lernen konnten.

Melanie Kollatzsch wurde am 12. Juni 1927 in Zschipkau im zur preußischen Provinz Brandenburg gehörenden Landkreis Calau geboren. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete sie in der britischen Besatzungszone bei den Alliierten, von wo aus sie im Mai 1947 ihre in der Altmark lebenden Eltern besuchte. Dort wurde sie von Angehörigen der sowjetischen Besatzungsmacht festgenommen, in die Landeshauptstadt Halle überführt und in das vom sowjetischen Staatssicherheitsdienst betriebene vormalige Zuchthaus „Roter Ochse“ eingeliefert. Mit dem Vorwurf des illegalen Grenzübertritts und der Spionage für die Westalliierten konfrontiert, fand sie sich neun Monate später als Angeklagte vor einem Sowjetischen Militärtribunal wieder. Der Verurteilung im Schnellverfahren folgte zunächst eine fast zwei Jahre andauernde Inhaftierung im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen. Nach ihrer Übergabe an die DDR-Behörden schlossen sich weitere Haftstationen in Bautzen, Torgau, Waldheim und Halle an. Erst im Oktober 1962 öffneten sich für Melanie Kollatzsch in Halberstadt die Gefängnistore.

In der DDR, in der es ihr schwerfiel, Fuß zu fassen, durfte sie über ihre lange Haftzeit und die Gründe hierfür nicht reden. Umso mehr engagierte sie sich nach der Friedlichen Revolution in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands: Unzählige Male berichtete sie seit Mitte der1990er Jahre in der Gedenkstätte Moritzlatz Magdeburg vor Schulklassen über ihre infolge der willkürlichen Inhaftierung und Verurteilung verlorene Jugend, stand den Schülern als Zeitzeugin Rede und Antwort.

Ihre Erinnerungen leben in dem 2007 u.a. von der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg produzierten Film „Gesicht zur Wand“ fort. Wir werden Melanie Kollatzsch dankbar in guter Erinnerung behalten.

Förderung der Bildungsarbeit der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg durch die Landeshauptstadt Magdeburg

Wir freuen uns sehr, dass die Landeshauptstadt Magdeburg wie in den Vorjahren auch 2020 die Bildungsarbeit der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg unterstützt. Die projektbezogene finanzielle Förderung kommt u.a. dem Einsatz von zusätzlichen Zeitzeugen bei Projekttagen und Seminaren zugute.