Sonderausstellung „Graben für den Frieden? – Die Bausoldaten in der DDR“ in der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg

Bausoldatenuniform

In Kooperation mit dem Dokumentationszentrum des Bürgerkomitees Magdeburg e.V. zeigt die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg vom 5. bis 28. November 2018 die Ausstellung „Graben für den Frieden? – Die Bausoldaten in der DDR“.

Die vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. erarbeitete Wander­ausstellung arbeitet die Geschichte der vom Staat marginalisierten und von der Gesellschaft kaum wahrgenommenen Gruppe der „Bausoldaten“ auf. In der DDR gab es kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Für Wehrpflichtige, die wegen ihres Glaubens oder Gewissens den Dienst an der Waffe  ablehnten, ließ die SED-Führung im September 1964 dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellte Baueinheiten aufstellen. Der Einsatz der dort Dienst verrichtenden „Bausoldaten“ erfolgte militärisch. Da es großen Mut erforderte, sich in der DDR dem Wehrdienst zu entziehen und die damit verbundenen Benachteiligungen auf sich zu nehmen, diente nur ein geringer Teil der Wehrpflichtigen als „Bausoldat“. Gleichsam hatten Bausoldaten einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung der Opposition in der DDR und letztlich auch an der friedlichen Revolution vom Herbst 1989. Der Eintritt ist frei.