Ständige Präsentation „Im Namen des Volkes? Über die Justiz im Staat der SED“

Die vom Bundesjustizministerium unter Beteiligung der Gedenkstätte Moritzplatz erstellte vormalige Wanderausstellung befindet sich in der gesamten zweiten Etage des Zellentraktes. Nach Präsentation an 33 Orten in ganz Deutschland wurde sie dem Land Sachsen-Anhalt geschenkt und hat dauerhaft ihren Standort in der Gedenkstätte gefunden. Sie informiert auf 60 Ausstellungstafeln über den Aufbau der Justiz in der SBZ/DDR und stellt an Einzelbeispielen die politische Justiz in der DDR mit ihren verschiedensten Aspekten dar.

Die erste von drei Sektionen beschäftigt sich u.a. mit der sowjetischen Militärjustiz sowie dem Justizterror vor allem der 1950er Jahre. Im zweiten Teil informiert die Ausstellung über Strukturen der Justiz, ihre Steuerung durch Staat und Partei, ihre Funktion im Alltag sowie die Bedeutung weiterer Organe der sozialistischen Rechtspflege (Strafvollzug und Staatssicherheit). Der dritte Teil nimmt die Rechtspraxis in den 1970er und 1980er Jahren, der Honecker-Ära, in den Blick. Ein Multimedia-Terminal ermöglicht das Abrufen historischer Film- und Wochenschaumaterialien.

Blick in die Ausstellung „Im Namen des Volkes? Über die Justiz im Staat der SED“, Aufnahme 2014. Im Vordergrund Vertiefungsebene mit Lesemappen.
Blick in die Ausstellung „Im Namen des Volkes? Über die Justiz im Staat der SED“, Aufnahme 2014. Im Hintergrund auf zwei aus dem Obersten Gericht der DDR stammende Büsten, wie sie im Hintergrund auf dem Foto aus einem Schauprozess zu sehen sind.

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